Kamille (Matricaria recutita)
Kamille (Matricaria recutita) ist die wohl bekannteste Heilpflanze Europas — und das aus gutem Grund. Ihr Wirkspektrum reicht von entzündungshemmend und krampflösend bis antibakteriell und wundheilungsfördernd. Als Kamille Tee ist sie die erste Wahl bei Magenbeschwerden, Bauchkrämpfen und gereizten Schleimhäuten. Innerlich wie äußerlich angewendet zeigt sie eine bemerkenswerte Vielseitigkeit, die sie zur Pflanze der ersten Wahl in jeder Hausapotheke macht.

Kamille Tee selber machen
Kamille Tee bei Magenproblemen – so hilft er wirklich
Inhaltsstoffe
- ätherisches Öl
- Flavonoide
- Schleimstoffe
- Gerbstoffe
- Phenolcarbonsäuren
- Triterpene & Phytosterole
Traditionelle Anwendungsgebiete & Wirkung
- Entzündungen im Magen-Darm-Trakt
- Erkältungskrankheiten und grippale Infekte
- Menstruationsbeschwerden
- Entzündungen im Mund- und Rachenraum
- Innere Unruhe, Nervosität, Einschlafprobleme
- Hauterkrankungen und Wunden
Anwendungsgebiete lt. Handbuch der Klosterheilkunde*
„Wissenschaftlich anerkannt ist die äußerliche Anwendung von Kamillenblüten bei Haut-, Schleimhaut- und Zahnfleischentzündungen sowie die innerliche Anwendung bei Krämpfen und entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen.
In der Erfahrungsheilkunde haben sich die Inhalationen und Spülungen bei entzündlichen Erkrankungen der Atemwege und des Anal- und Genitalbereichs bewährt. Auch oberflächliche Hautverletzungen sprechen auf die keimhemmenden und beruhigenden Wirkstoffe der Kamillenblüten an.
Dass die Kamille in der Erfahrungsheilkunde als „Frauenpflanze“ zum Beispiel gegen Menstruationsbeschwerden eingesetzt wird, mach schon ihr botanischer Name deutlich: Matricaria leitet sich vom lateinischen mater, Mutter, ab.“
* Quelle: Handbuch der Klosterheilkunde, Dr. Johannes Gottfried Mayer, Dr. med. Bernhard Uehleke, Pater Kilian Saum OSB, Zabert Sandmann Verlag, S. 107
Anerkannte Hauptindikatoren**
- Krämpfe und Entzündungen im Magen-Darm-Trakt (vor allem bei Kindern)
Äußerlich:
- Reizzustände der Atemwege (Inhalation)
- Bakterielle Hauterkrankungen (auch von Mundhöhle und Zahnfleisch)
- Erkrankungen im Anal- und Genitalbereich
- Atemwegsinfekte“
** Quelle: Selbstheilen mit Kräutern, Friedericke und Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer, S. 179, Becker Joest Falk Verlag 2019

