Eibisch (Althaea officinalis)
Eibisch (Althaea officinalis) ist die Pflanze der sanften Linderung — ihr hoher Schleimstoffgehalt legt sich wie ein schützender Film über gereizte Schleimhäute in Mund, Rachen, Magen und Darm. Als Eibisch Tee wirkt die Wurzel reizlindernd und schleimhautprotektiv, weshalb sie besonders bei trockenem Reizhusten, Halsschmerzen und empfindlichem Magen geschätzt wird. Für die beste Wirkung empfiehlt sich ein Kaltansatz — denn Hitze zerstört einen Teil der wertvollen Schleimstoffe.

Eibisch Tee selber machen – Kaltansatz und warum es besser wirkt
Die Schleimstoffe des Eibischs lösen sich besonders gut in kaltem Wasser. Dafür 2 Teelöffel Eibischwurzel in 250 ml kaltem Wasser ansetzen und 2–8 Stunden ziehen lassen, dann abseihen. Der fertige Ansatz kann vor dem Trinken leicht erwärmt werden. Dieses Verfahren klingt aufwändig, lohnt sich aber — die schleimhautschützende Wirkung ist beim Kaltansatz deutlich stärker als beim klassischen heißen Aufguss.
Eibisch Tee bei Reizhusten und Halsschmerzen
Eibisch Tee zählt traditionell zu den ersten pflanzlichen Maßnahmen bei trockenem Reizhusten ohne Auswurf. Er legt sich schützend auf die gereizte Rachenschleimhaut und mindert den Hustenreiz — ohne die Schleimproduktion anzuregen. Auch bei Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und nach Erkältungen mit angegriffener Schleimhaut ist er eine gut verträgliche Begleitmaßnahme.
Inhaltsstoffe
- Schleimstoffe (v.a. Polysaccaride), bis zu 35%
- Flavonoide (milde antioxidative Wirkung)
- Pektine
- Saccharose & Stärke
- Gerbstoffe (geringe Mengen)
- Asparagin & Mineralsalze
Traditionelle Anwendungsgebiete & Wirkung
- Reizhusten& Halsentzündungen
- Heiserkeit, Reizgefühl im Hals, trockener Husten
- Magenschleimhautentzündung (Gastritis) und Reizmagen
- Milde Magen-Schleimhautreizungen, Sodbrennen
- äußerlich: Entzündungen der Haut oder Schleimhäute (auch Wunden, Insektenstiche)
