Holunderblüten (Sambucus nigra L.)
Holunderblüten (Sambucus nigra) sind weit mehr als ein beliebter Sommergeschmack — sie gehören zu den wirksamsten heimischen Pflanzen gegen Erkältungen und grippale Infekte. Als Holunderblüten Tee fördern sie die Schweißbildung zu Beginn einer Erkältung und können einen sich anbahnenden Infekt buchstäblich im Keim ersticken. Darüber hinaus wirken Holunderblüten antiviral, antioxidativ und entzündungshemmend — eine kraftvolle erste Hilfe aus der Natur.

Holunderblüten Tee selber machen – bei Erkältungen besonders gut
Holunderblüten Tee entfaltet seine stärkste Wirkung ganz zu Beginn einer Erkältung — am besten beim ersten Kratzen im Hals oder dem Gefühl, krank zu werden. Dafür 2 Teelöffel Holunderblüten mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und heiß trinken. Danach gut einmummeln und nachschwitzen lassen. Diese klassische Schwitzkur funktioniert am besten abends vor dem Schlafengehen.
Holunderblüten selber sammeln und trocknen
Holunderblüten können im Frühjahr — meist Mai bis Juni — selbst gesammelt werden. Die Dolden werden an trockenen, sonnigen Tagen geerntet, wenn sie voll aufgeblüht sind. Zum Trocknen locker auf einem Tuch ausbreiten und an einem luftigen, schattigen Ort 1–2 Wochen trocknen lassen. Anschließend die Blüten von den Stielen zupfen und in einem dunklen Glasbehälter aufbewahren.
Inhaltsstoffe
- Flavonoide
- ätherisches Öl
- Schleimstoffe
- Gerbstoffe (wenig)
- Phenolcarbonsäuren
- Triterpene und Sterole (in kleinen Mengen)
Traditionelle Anwendungsgebiete & Wirkung
schweißtreibend, schleimlösend, reizlindernd, entzündungshemmend, mild beruhigend
- Erkältungskrankheiten und grippale Infekte
- Schnupfen und verstopfte Nase
- Husten und Heiserkeit
- Frühjahrskuren und Detox
- Kopfschmerzen bei Infekten

